|
Def
Jux? Aha, das sind doch die, die ihre Beats irgendwo im Weltall und dort
vermutlich unter Wasser produzieren, nie Spaß haben und dazu verschrobene
Raps über Verschwörungstheorien und sonstiges draufpacken...
- Auszeit! Wer bisher eine solche Meinung von den Jungs hatte (und das
sind nicht wenige), sollte mit Deadringer von RJD2 umdenken. Der Mann
aus dem mittleren Westen hat offensichtlich viel Zeit und von einem Lampengeist
würde er sich wohl einen Stapel Platten wünschen. Anders lassen
sich die genialen, verwobenen Instrumentals einfach nicht erklären.
RJ packt sämtliche Samplerbänke voll, um einen neuen Track zu
schaffen. Hier wird nicht nach dem Schema 1 Sample = 1 Lied verfahren.
In den Kompositionen (verdient den Namen wirklich) tauchen ständig
neue geniale Samples auf, die der Normalproduzent in den Vordergrund stellen
würde (noch stärker ausgeprägt als bei Aim). Fantastische
Piano-Licks oder Flötenbegleitung begleiten einen plötzlich
und verschwinden wieder hinter der nächsten Waldgabelung, um einen
kurz darauf wieder zu überfallen. Drumhits werden platziert und immer
wieder umgeschichtet, dass man fast schon meinen könnte, dass wirklich
ein Schlagzeuger im Studio war. Einmal wird auch ein Drumsolo genommen
und darum das Lied gestrickt. Mit Samples, die so perfekt passen, dass
man denkt, dass sie nur für dieses Lied aufgenommen wurden. Dabei
stammen sie sowohl von Rock-, als auch von Funk- und Soul-Platten. Auch
andere Einflüsse sind durchaus zu erkennen, nur die Quellen nicht.
Auf jeden Fall haben alle Stücke ihren eigenen tollen Groove und
Funk. Höchstens Shadow kann sich damit noch messen, also Scheuklappen
weg und antesten, Copywrite und 2 gute unbekannte MCs sind schließlich
auch noch dabei.
-DJ Soporific
|