|
DJ-Times:
Hi, du hast gerade eben deine Tour mit Melo-D hinter dich gebracht und
bist jetzt auf dem Sprung nach Japan. Bist du bereits an einem Punkt angekommen,
an dem es dir reicht und was würdest jetzt wirklich gerne machen?
D-Styles: Ich trete gerne auf und fahre umher, besonders wenn ich irgend
etwas Neues ausprobieren möchte. Ich denke, dass dieses Touren mir
den Ansporn gibt, zurück ins Studio zu gehen - so habe ich mich gefühlt,
als ich auf Europatournee war. In meinem Kopf sind ständig neue Ideen
für meine Musik aufgetaucht und ich konnte es kaum erwarten, endlich
heim zu kommen und sie aufzunehmen. Mein einziges Problem war es, dieses
Ideen alle zu behalten. Nach den Shows in Japan werde ich dann wieder
im Studio sein. Ich arbeite zusammen mit Toadstyle, Excess, Mike Booginowski
und Ric the Rucker. Wir haben so einiges, was bald in die Läden kommen
wird... The Bastard Language Show-Vinyl, die Bastard Language DVD, die
DVD zu A Night At The Knitting Factory," die Private
Stash" DVD mit den Beat Junkies und Mike Boogies Soul Canvas."
Ich habe außerdem all meine alten Break-Scheiben auf meinem Label
Funkshitup Records re-releaset. In den nächsten sechs Monaten wird
so einiges geschehen.
DJ-Times: Ich vermute mal, dass du so einige europäische
DJs gesehen hast - was denkst du, müssen sie noch lernen? Was ist
für dich wichtig für einen modernen Turntablisten?
D-Styles: Es gibt keinen Unterschied zwischen Musikern in Europa und Amerika.
Entweder hat man ein Gehör für Musik oder man hat es nicht.
Als Musiker an den Turntables muss man die Technikgrundlagen draufhaben
(Tears, Transformer, Flares). Aber danach hängst du von deinem Ohr
und deiner Kreativität als Musiker ab. Das ist der Punkt, an dem
wir uns gerade befinden.
DJ-Times: Viele Leute verwenden ihr Equipment als eine
Entschuldigung für einen Mangel an Fähigkeiten oder wenn sie
etwas nicht schaffen. Was für ein Gerät würdest du entwickeln,
um etwas zu verwirklichen, das momentan nicht möglich ist?
D-Styles: Ich bin zufrieden mit meinem jetzigen Zeug. Das einzige, was
man noch verbessern könnte wäre der Pitch an meinem Plattenspieler.
|